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mal ernst, mal heiter
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 Liebe Leserin, lieber Leser!

Was dem Menschen am Herzen liegt, das möchte er mitteilen! Unser Blog – das Tagebuch »mal ernst, mal heiter« – wächst allmählich aus den Kinderschuhen heraus. Die allererste Eintragung datiert zurück auf den 14. September 2006.

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01. April 2016
Wie werde ich reich?
Kategorie: Humor
Ratgeberliteratur zum Thema Reichtum und Erfolg gibt es unzählige – der Erfolg stellt sich meist auch ein: jedenfalls bei den Autoren. Wie aber ergeht es dem Leser, der sich entschließt, Ratschläge zu befolgen – etwa diesen (Denis Waitley):
Stellen Sie sich nackt vor einen großen Spiegel, ziehen Sie sich eine Einkaufstüte mit Gucklöchern über den Kopf und betrachten Sie nun Ihr Spiegelbild. Sie kommen so zu einem objektiveren und positiveren Selbstbild, das Ihnen helfen wird, Erfolg zu haben.

Gibt es ein lächerlicheres und zugleich symbolträchtigeres Bild als das eines nackten Menschen mit einer Einkaufstüte über dem Kopf?

 
28. März 2016
Literaturrätsel: Aus welchem bekannten Roman ist diese Textstelle?
Kategorie: Besinnliches
 

„Wir normen den Massen den Haß gegen landschaftliche Schönheiten an“, schloß der Direktor, „doch zugleich auch die Liebe zum Freiluftsport. Dabei achten wir darauf, daß jeder Sport den Gebrauch komplizierter Geräte nötig macht. Sie benutzen also nicht nur die Verkehrsmittel, sondern auch die Fabrikerzeugnisse. Und darum diese elektrischen Schläge.“

„Ich verstehe“, sagte der Student und schwieg, von Bewunderung übermannt.

Allgemeine Stille; der Direktor räusperte sich. „Vor langen Zeiten, als Ford der Herr noch auf Erden wandelte, lebte ein kleiner Knabe namens Ruben Rabinowitsch. Ruben war das Kind polnisch sprechender Eltern.“ Er unterbrach sich. „Sie wissen, doch, was Polnisch ist?“

„Eine tote Sprache.“

„Wie Deutsch oder Französisch“, ergänzte ein anderer, stolz auf sein Wissen.

„Und Eltern?“ forschte der Bund.

Unbehagliches Schweigen. Einige der Studenten erröteten. Sie hatten noch nicht gelernt, den bedeutsamen, aber oft kaum merklichen Unterschied zwischen Unflat und reiner Wissenschaft zu erkennen.

Endlich fand einer den Mut, die Hand zu heben.

„Die Menschen pflegten damals –“ er zögerte, das Blut stieg ihm in die Wangen, „– sie pflegten die Kinder auszutragen.“

„Sehr richtig“, nickte der Direktor beifällig.

„Und wenn die Babys entkorkt wurden –“

„Geboren wurden“, verbesserte der Direktor.

„– dann waren sie die Eltern. Nicht die Babys natürlich, die anderen meine ich.“ Der arme Kerl war ganz verwirrt.

„Kurz gesagt“, faßte der Direktor zusammen, „Die Eltern waren der Vater und die Mutter.“ Diese unflätigen Begriffe, die in Wirklichkeit streng wissenschaftlich waren, fielen wie Donnerkeile in das allgemeine verlegene Schweigen. „Die Mutter“, wiederholte er laut und rieb ihnen nochmals die Wissenschaft unter die Nase. „Ich weiß“, bemerkte er ernst, in seinen Stuhl zurückgelehnt, „ich weiß, das sind peinliche Dinge. Aber die meisten geschichtlichen Tatsachen sind peinlich.“

 
22. März 2016
Häschen im Musikladen
Kategorie: Humor
 

 Kommt ein Häschen ins Musikgeschäft.
Nach langem Überlegen entscheidet es sich:
»Ich hätte gerne das weiße Akkordeon dort unter dem Fenster und das rote Saxophon hinten an der Wand.«

Meint die Verkäuferin bedauernd:
»Den Feuerlöscher könnte ich ihnen ja
verkaufen, aber die Heizung brauche ich.«

  
 
04. März 2016
Eingesperrt
Kategorie: Erziehung
Ein Fiji-Häuptling, der die USA besuchte, war ganz entsetzt festzustellen, daß die Jungen und Mädchen dieses gesegneten Landes vom sechsten bis zum sechzehnten Lebensjahr in sogenannten Schulen eingesperrt würden: "Das ist doch gerade die Zeit, in der sie etwas lernen sollten ..."
 
20. Februar 2016
Eine häufig begangene »Todsünde« beim Üben der Rechtschreibung
Kategorie: Besser lernen

Die Gegenüberstellung von Wörtern mit gleich und ähnlich klingenden Laute ist eine Übungsform, die sich ungeheuer großer Beliebtheit erfreut. Rechtschreibaufgaben nach dem Muster d oder t, chs oder x, -ich, -isch oder ig usw. sind so gut wie in jedem Lehrwerk für Rechtschreibung zu finden. Völlig ungeniert stehen hier sehr ähnliche Lerninhalte nebeneinander – offensichtlich erwarten die Produzenten solcher »Lernhilfen«, daß unsere Kinder etwas dabei lernen. Doch das Ergebnis ist, daß sie für die gesamte Schulzeit und wahrscheinlich ihr ganzes Leben lang Probleme mit genau diesen Lerninhalten haben werden.

Seit jeher warnen verantwortungsbewußte Pädagogen vor der Methode der Gegenüberstellung ähnlicher Lerninhalte, stiftet sie beim Schüler doch nichts als Unsicherheit und Irrtum. Wer im Schreiballtag die Schreibweisen s, ss oder ß nicht auseinanderhalten kann, wird kaum von einer plötzlichen Schreibsicherheit heimgesucht, wenn wir ihn gerade vor diese Alternativen stellen. Seine wachsende Verwirrung ist als »Ranschburg-Phänomen« bekannt. Das Ranschburg-Phänomen ist die 1902 von dem ungarischen Psychologen Pál Ranschburg nachgewiesene Hemmung des Gedächtnisses bei der Reproduktion von ähnlichen Lerninhalten durch Mangel an gestaltlicher Differenzierung. Sprich: Wenn ich mir gleichzeitig verschiedene Inhalte merken will, die einander ähnlich sind, dann komme ich leicht durcheinander – und je unsicherer ich mich auf dem dargebotenen Lernbereich bewege, umso mehr Ähnlichkeitshemmung wird mich plagen.
(Übrigens bietet uns die sogenannte Rechtschreibreform ein anschauliches Beispiel für die Ranschburg-Hemmung: die jetzt selbst in Zeitungen und Zeitschriften zu beobachtende Verwechslung von »das / dass« hat seine Ursache in der beim flüchtigen Hinschauen »gleichen« Wortgestalt von das/dass – vormals konnte man die beiden Wörtchen optisch besser unterscheiden: das / daß.)

Ein Kind, das ständig gegenüberstellende Aufgaben vorgesetzt bekommt, wird nichts dazulernen – im Gegenteil. Tragisch sind die psychologischen Folgen: es wird zu dem Schluß kommen, es sei zu dumm, um die richtigen Schreibweisen zu behalten. Wie soll dieses bedauernswerte Kind wissen, daß der Mangel nicht bei ihm selbst liegt, sondern daß die Methode selbst »dumm« ist! Die verflixten Gegenüberstellungen haben schon ganze Schreibgenerationen für sicheres und selbstsicheres Schreiben endgültig verdorben.

Einzig als Test ist diese Methode erlaubt und erfüllt dort auch seinen Zweck – wenn getestet werden soll, wie sicher die Schüler in der Anwendung richtiger Schreibweisen sind. Dennoch: es gibt auch bessere „Testmethoden" und die Darbietung gehäufter Rechtschreibprobleme entbehrt der Sinnhaftigkeit. Beim Schreiben in Beruf und Alltag werden solche »Gemeinheiten« nicht auftauchen. Die Schule soll aber doch für das normale Leben vorbereiten, und nicht für ein Rechtschreibkuckucksheim. Gegenüberstellungen sind daher im Grunde eine künstliche und höchst überflüssige Darbietung des Lernstoffes.

 
  

Fazit: Wer wünscht, daß sein Kind in der Rechtschreibung Fortschritte macht, lasse es mit gewöhnlichen und nicht künstlich verkomplizierten Texten üben – und darüber hinaus übe man sich als Erwachsener in Geduld! Gute Dinge wachsen langsam.
Als Übungsform für Schüler mit ungefestigter Rechtschreibung seien Gegenüberstellungen mit gleich- und ähnlichklingenden Buchstaben streng tabu. Fort damit!

 
  
 
Beinhart ist die Realität
Kategorie: Humor
 
29. Januar 2016
Seitenblick: NZZ zur Rechtschreibreform
Kategorie: Schriftkultur
 

Voll geil

von Konrad Hummler

Dr. Konrad Hummler ist unbeschränkt haftender Teilhaber von Wegelin & Co. Privatbanquiers, St. Gallen, und Verwaltungsrat der AG für die Neue Zürcher Zeitung.

Erst stiess ich mich daran, wenn im Tram und auf Plätzen aus jugendlichen Mündern lautstark von voll-, mega- und obergeil die Rede war. Denn just bei diesem Wort sitzt die bisherige Begrifflich-keit aus naheliegenden Gründen ziemlich tief. Nun ertappte ich mich vor kurzem dabei, das Wort selber gebraucht zu haben. Als ich vom Abschluss der Vereinbarung zwischen Deutschland und der Schweiz über eine geplante Abgeltungssteuer erfuhr, entwich mir ein erleichtertes »Voll geil!«. Weiterlesen hier!

 
 
 
Lesewettbewerb
Kategorie: Besser lernen

Lest mal laut und ganz schnell die folgenden Wörter — jeder Versprecher kostet fünfzig Cent fürs Sparschwein. (Wenn ihr zusammenlegt, reicht es für einen Band »Lesetraining«!)

Einlassschluss
Schlusssitzungssaal
Esssaalsessel
Flussseeschwalbe
Ausschusssitzung
Schlussszene
Bissstelle
Nasszelle
Landesausschusssitzung
Ortsschlussschild
Erdnussschale
Schlossanlage
Bassschlüssel
Nussschokolade


 

 

 
Frieden spielen
Kategorie: Besinnliches

Da ging ein alter Mann über einen freien Platz. Er beobachtete eine Gruppe Kinder, die offensichtlich »Krieg« spielten. Mit Stöcken und grellen »Päng-Päng-Schreien« rannten sie aufeinander los. Auch ganz Kleine waren dazwischen.
Nachdenklich stand der Mann eine Weile in der Nähe, dann ging er entschlossen auf die Gruppe zu und sagte bittend: »Spielt doch nicht Krieg, Kinder!«       
Der bittende Klang der Männerstimme machte die Kinder betroffen. Sie zogen sich an eine Mauer zurück, berieten eine Weile miteinander, dann kamen sie wieder zu dem Mann, der immer noch dastand, als hoffe er auf etwas, und ein Kind fragte: »Wie spielt man Frieden?«

Nach Jörg Zink

  
 
01. November 2015
Ein kluger Arzt
Kategorie: Erziehung

Eine blutjunge Frau stellt sich bei einem Arzt vor. Nach der Untersuchung stellt dieser eine etwas schwache Konstitution fest und rät zu gesunder Lebensführung.
»Rauchen Sie?« fragt der Arzt.
»Ja«, antwortet die Patientin.
»Wie viele Zigaretten täglich?«
»Etwa 20 bis 30.« Das ist geschönt.
Der Arzt blickt kurz von seinen Unterlagen hoch, blickt seinem Gegenüber intensiv in die Augen, und macht sich schweigend ein paar Notizen, denn diese Szene ist bereits eine Weile her, als noch kein Computer in der Arztpraxis auf dem Schreibtisch stand. Nach einer Weile legt der Herr Doktor den Schreibstift hin, erhebt sich und signalisiert damit, daß die Sprechstunde zu Ende ist. Er geleitet die junge Frau zur Tür, reicht ihr die Hand und meint trocken: »Rauchen Sie ruhig weiter. Dann werden Sie sicher nicht alt.« Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
07. Oktober 2015
Das Pferdekinn
Kategorie: Humor

Oderberger Gymnasialgeschichten 
Oderberg, Mährisch-Schlesien 1932-1938

Wer könnte ihn vergessen, unseren Englischlehrer Professor Dr. Karl Pohl? Ich sehe ihn noch vor mir, meist sorgsam einen Schal um den Hals geschlungen, leicht hüstelnd, aber von gutgetarnter robuster Gesundheit. Englisch war für ihn mehr als ein Unterrichtsfach, es war fast eine Ersatzreligion. Und Mister McCallum von Radio Wien, der dort eine Englischsendung für Schüler betreute, war sein Prophet. Im Laufe der Zeit etablierte sich eine feste Bindung zwischen dem Englischlehrer der RAVAG*) und unserer Klasse. Die Korrespondenz florierte. Wiederholt wurden wir in den Sendungen aus Wien lobend erwähnt. Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
02. August 2015
Selbständig lernen
Kategorie: Besser lernen

Missbrauch des Begriffes „selbständig“

Wer sich einmal der Mühe unterzöge, die Fachliteratur zur Pädagogik zu durchforsten, wie oft der Begriff „selbständig“ bzw. damit zusammengesetzte Begriffe aufscheinen, wird auf eine stattliche Anzahl kommen. Dabei handelt es sich jedoch um einen massenhaften Missbrauch des Begriffes.

Selbständig lernen ist kein Lernziel und keine Unterrichtsmethode, sondern das Randergebnis guten Unterrichts. Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
Chaos im Schreiben und Denken
Kategorie: Schriftkultur
 

 


„Zehn Jahre nach der offiziellen Einführung der Rechtschreibreform ist die Bilanz dieses obrigkeitlichen Gewaltaktes der Kultusbürokratie an der Sprache so ernüchternd wie eh und je.“ Mit diesem Satz beginnt ein Kommentar von Heike Schmoll in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung anlässlich des Jahrestags der fragwürdigen Vergewaltigung der Sprache durch einige besessene Linguisten. Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
30. Juli 2015
Überflüssige Rechtschreibreform
Kategorie: Schriftkultur
 

 


Vor gut 20 Jahren beschlossen die Kultusminister neue Schreibregeln für Schüler. Der ehemalige bayerische Kultusminister Hans Zehetmair (CSU), der selbst an der Reform mitgewirkt hat, bereut dies heute. Die Neuregelung sei überflüssig gewesen, der Streit um die Reform sei „gespenstisch“.

Lesen Sie mehr dazu hier >>>>

 
   

 

 

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