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Kategorie: Schule

 
22. September 2016
Schreiben heißt Denken
Kategorien: Schule | Schriftkultur

Weshalb das Schreiben so wichtig ist

Schreiben heißt Denken — Schreiben ist das langsame, bedächtige Abtasten von Wörtern und Begriffen. Dabei errichtet der Schreibende in Gedanken eine Brücke von der realen zur geistigen Welt. Schreiben, gemeint ist handschriftliches Niederlegen von Gedanken, ist im schulischen Unterricht unerlässlich, sofern dieser dem Anspruch gerecht werden will, Bildung zu vermitteln. Bildung entsteht nicht durch bloßen, spaßaffinen Konsum von Informationen. Ohne die Mühen des gedanklichen Durchdringens von Phänomenen gib es keinen Bildungserfolg. Das Rezept heißt vielmehr: Entschleunigung! Gedankliche Durchdringung gelingt, wenn das Tempo der heranbrandenden Wörter gedrosselt wird. Dies geschieht durch Schreiben.
Bildung bzw. das, was wir unausgesprochen darunter verstehen, bedarf trotz aller gegenläufigen Erscheinungen der geschriebenen Sprache. Lesen und Schreiben sind - und werden es bleiben - die wichtigsten Werkzeuge erfolgreichen Lernens. Schreiben heißt Denken. Sinnerfassendes, bildungsformendes Lesen ist ohne Schreibfertigkeit nicht denkbar. Und genau hier schließt sich der Kreis.

Karin Pfeiffer


foto: christoph schmotz by pixelio
 
 

 

 
03. März 2013
Fitnessübungen für das Ohr
Kategorie: Schule
 

Keinen Augenblick lang herrscht in unserem Kopf Schweigen. Immerzu spricht es, das ist uns meist gar nicht bewusst. Wenn ein anderer Menschen mit uns redet und wir aufmerksam zuhören, wiederholen wir die gehörten Worte im Geiste. Auf diese Weise eignen wir uns einen Teil des Gesagten an. Kinder lernen Sprache nur durch Nachahmung. Denken ist stumme Zwiesprache mit sich selbst. Aufmerksamkeit und Lernbereitschaft lassen sich schulen, wenn wir die Kinder zu innerem Nachsprechen anregen. Dies lässt sich auf spielerischem Wege erreichen, begleitet durch Ruhe und freundliche Zuwendung. Auch Denken will Weile haben.

Neu aufgelegt:
Zuhörspiele. Fitnessübungen für Ohr und Geist.  >>>

 
   
 
 
   

 

 
12. Mai 2012
Die Wiederentdeckung des Lehrers
Kategorien: Erziehung | Schule

Effektiver Frontalunterricht

Vor ein paar Tagen entdeckte ich im Internet folgende Meldung: »Eine bislang im deutschsprachigen Raum kaum bekannt gewordene Unterrichtsstudie der »Hebrew University of Jerusalem« aus dem Jahr 2011 kommt zu dem Schluss, dass Schüler durch zwei Unterrichtsverfahren besonders gefördert werden: Zum einen haben Schüler vor allem Nutzen von der eher als »traditionell«, eventuell sogar als »altmodisch« geltenden Unterrichtsmethode. Das ist die Methode, bei der Lehrer viel Wert auf Verstehen, Wiederholung und Übung legen. Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
14. April 2012
Die Textkultur des Als-Ob
Kategorien: Politik | Schule

Inhalt oder Form — was ist wichtiger?
Teil II (Die Textkultur des Als-Ob)

In unseren Bildungsstätten herrsche längst eine Textkultur des Als-Ob, so der Sachverständigengutachter für wissenschaftliche Plagiate, Stefan Weber. Bei der Bewertung umfangreicher Prüfungsarbeiten in höheren Jahrgangsstufen gehe es selten um mehr als „einen ersten flüchtigen Blick“. Das ist paradox, denn in den ersten Schuljahren wird, diametral dazu, gerade auf die Form zu wenig Wert gelegt; Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
06. Dezember 2011
Was vor 200 Jahren an den Schulen gelehrt wurde
Kategorie: Schule

Die Seele und Seelenkräfte
Aus einem Lesebuch für Schulen Anno 1805

(Diesem Textabschnitt voran stehen Betrachtungen über das Wesen von Pflanzen und Tieren.)

Ich kann noch mehr, ich kann reden, das kann ein Thier nicht; ich kann die Ursache und Wirkung von etwas begreifen, oder warum etwas so und nicht anders ist; z.B. ich kann begreifen, warum es jetzt warm in der Stube und kalt auf der Straße ist; warum man die Kinder in die Schule schickt, warum man ackert und pflügt, und düngt und sät. Ich begreife, daß man nichts weiß, wenn man nicht lernet, daß manche Menschen arm sind, weil sie nicht arbeiten wollen, daß man gemeiniglich in Verachtung geräth, wenn man sich schlecht aufführt. Wie die Saat, so die Erndte! Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
24. November 2011
Immer mehr Sprachstörungen
Kategorie: Schule

Sprachstörungen bei deutschsprachigen Kindern

Hallo, ich heiße Martha und bin fast 48. Ich unterrichte seit über 20 Jahren an einer Grundschule. Mir fällt auf, dass seit Jahren die Zahl der Kinder zunimmt, die Sprachstörungen verschiedener Art haben. Häufig zu beobachten sind verwaschene Aussprache und Artikulationsprobleme bei diversen Buchstaben. Ich will jetzt hier nicht auf die Einzelheiten eingehen, meine Kolleginnen und Kollegen werden selbst genügend eigene Erfahrungen besitzen. Insgesamt habe ich den Eindruck, als seien immer mehr Kinder in der Sprachentwicklung zurückgeblieben, auch ihr Wortschatz ist bescheiden. Manche Begriffe kennen die Kinder gar nicht mehr. Beim Unterrichten muss man sich das immer vergegenwärtigen, andernfalls kann ein oder das andere Kind nur deshalb seine Aufgaben nicht machen, weil es gar nicht weiß, worum es geht. Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
23. September 2011
Es gibt kein Gutes, außer man tut es
Kategorien: Schule | Erziehung
   
Darüber reden ist nicht dasselbe wie ...  
... es zu tun.

Reden, reden, reden 
In der modernen Schule wird viel Zeit darauf verwendet, über richtige Einstellungen und erwünschtes Verhalten zu sprechen. So wurde zum Beispiel das Fach Ethik in den Stundenplan eingegliedert. Wozu dies? Glauben wir, das wohlmeinende Appellieren an den Verstand der Schüler brächte irgendwelche tatsächlichen Verhaltensänderungen mit sich? Wir tun so, als könnten wir Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
26. August 2011
Erleichterungspädagogik
Kategorien: Schule | Erziehung

 »Es ist bedauerlich, daß man den Kindern heute alles erleichtern will, nicht nur jedes Lernen, jede Aneignung von Kenntnissen, sondern selbst das Spiel, und die Spielsachen sollen dazu beitragen. Kaum beginnt das Kind die ersten Worte zu lallen, da ist man schon bemüht, ihm alles zu erleichtern. Die ganze Pädagogik kennt jetzt nur noch die Sorge um die Erleichterung. Eine solche Erleichterung ist aber mitunter keineswegs eine Förderung der Entwicklung, sondern im Gegenteil eine Verleitung zu Oberflächlichkeit, gewissermaßen eine Abstumpfung. Ein paar Gedanken, ein paar Eindrücke, die der Mensch in der Kindheit aus eigener Kraft (ja, meinetwegen auch unter Schmerzen) tiefer erlebt hat, werden das Kind viel tiefer mit dem Leben vertraut machen, als es jede erleichterte Schule tun könnte, aus der denn auch in der Regel nichts Persönliches hervorgeht, weder dies noch das, weder Gutes noch Böses, selbst im Laster nichts Lasterhaftes und auch in der Tugend nichts Tugendhaftes.«

Diese Zeilen stammen nicht, wie man vermuten könnte, von einem Zeitgenossen. Sie wurden vor rund 150 Jahren zu Papier gebracht. Urheber ist der russische Philosoph und Dichter Dichter Fjodor Michailowitsch Dostojewskij. (1821 - 1881)

 

 
 
20. August 2011
Buch, Bildung, Bildschirm
Kategorien: Schule | Erziehung

Als ich heute meine Morgenrunde ging — ich richte mich da nach den Bedürfnissen meines Hundes — begegnete ich der Nachbarin, die ebenfalls mit ihrem Vierbeiner unterwegs war. Wir sprachen dies und das und landeten dann beim Thema Kinder. Meine Nachbarin berichtete mir von einem ihrer Bekannten, deren Dreijähriger bereits einen Computer besäße. »Aber keinen Babycomputer, so'n Plastikdings, sondern einen richtigen.« Sie fände dies überflüssig. Ein Kind müsse doch zuerst einmal mit den realen Dingen des Lebens konfrontiert werden. Ich stimmte ihr zu. Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
01. Juni 2011
Weshalb Schreiben mit der Hand so wichtig ist
Kategorie: Schule
Als ich mir vor einigen Jahren bei einem Sturz das linke Handgelenk brach, war es vorerst mit dem Schnelltippen auf der Tastatur des Computers vorbei. Mühsam suchte ich mir die Buchstaben zusammen und bastelte meine Texte. Dabei fiel mir auf, wie sehr das zeitraubende Suchen nach den richtigen Buchstaben auf der Tastatur den Denkprozeß behinderte. Vom Inhalt des Schreibens wurde meine Aufmerksam abgelenkt auf den mechanischen Vorgang. Ich griff also zum Füller und schrieb wieder per Hand. Dabei ging mir auf: das Schreiben auf der Tastatur ist eine feine Sache. Es geht rasch der Denkfluß bleibt ungestört. Voraussetzung ist die Beherrschung des Zehnfingersystems und das automatisierte Tippen.   Diesen Beitrag zu Ende lesen »
 
12. Mai 2011
Fatale Prüferitis
Kategorie: Schule

Abfragen statt Lernen
Fortwährend durchgeführte überregionale Leistungstests (Evaluationen) an den öffentlichen Schulen sind unnütz, ja schädlich. Der ständig prüfende Lehrer gleicht jenem Arzt, der in regelmäßigen Abständen und mit großem Brimbramborium die Körperfunktionen testet, ohne gleichzeitig dem Patienten mittels therapeutischer Maßnahmen zu einem stabileren Gesundheitszustand zu verhelfen. Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
01. Mai 2011
Langsam und geduldig lernen
Kategorien: Schule | Besser lernen

Abkürzungen beim Lernen schaden

Lernen wird vielfach verwechselt mit lustbetontem Aktionismus, während jede Abkürzung auf dem Weg zum Ziel willkommen ist. In Schulen ist seit Jahren eine atemberaubende Beschleunigung und Verfrühung von Lerninhalten und -methoden zu beobachten. Selbst nach PISA sind die pädagogischen Botschaften dieselben geblieben: Funktionalität, Mühelosigkeit, Schnelligkeit, Kurzweil. Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
28. März 2011
Multiple-Choice-Tests in der Pädagogik: Sinn oder Unsinn?
Kategorie: Schule

Das Multiple-Choice-Verfahren (kurz: MC) (deutsch: mehrfache Auswahl im Sinne von mehreren Möglichkeiten, die zur Auswahl stehen) ist ein statistisches Verfahren zur Datenerhebung.
Aufgrund der relativen Einfachheit in der Auswertung, wird es gern bei Tests bzw. Prüfungen verwendet, aber auch bei qualitativen Befragungen in der Sozialforschung. Hierbei werden zu einer Frage oder Feststellung verschiedene Antwortmöglichkeiten vorgegeben, aus denen der Befragte eine oder mehrere auswählen muss, die er für richtig hält.
Meist stehen drei oder vier Antwortmöglichkeiten
zur Auswahl, es können aber auch wesentlich
mehr sein.

Wie viele Bundesländer gehörten zur Bundesrepublik Deutschland?
Kreuze die richtige Antwort an:

13
12
16
10

Multiple-Choice in der Schule
Frageverfahren mit Mehrfachantworten, von denen die richtige Antwort erkannt und angekreuzt werden soll, kommen aus der Statistik. Schon lange haben sie in die Schule Eingang gefunden. Beliebt sind sie vor allem deshalb, weil sie rasch auszuwerten sind.
Der Arbeits- und Zeitaufwand für die Erstellung Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
14. März 2011
Die Rolle des Lehrers
Kategorien: Schule | Erziehung

Weshalb die Person des Lehrers wichtiger ist als alles andere

Herr Professor Roth, der Untertitel Ihres neuen Buches lautet »Wie Lernen gelingt«. Es gibt aber eine große Gruppe von Schülern, bei denen das Lernen nicht gelingt: Seit Beginn der PISA-Erhebung 2000 liegt die Zahl der sogenannten Risikoschüler konstant bei rund 20 Prozent eines Altersjahrgangs. Woran liegt das?

Prof. Dr. Gerhard Roth: Da läuft etwas prinzipiell schief. Zunächst einmal: Die Rolle des Lehrers wird grundlegend verkannt. Die Lehrer sind völlig verunsichert. Denn in den letzten Jahren hat sich die Auffassung durchgesetzt, der Lehrer müsste sich vollkommen zurücknehmen und das Lernen müsste selbstorganisiert und selbstreguliert vonstatten gehen. Das ist grundfalsch. Alle einschlägigen Untersuchungen zeigen, dass ein wesentlicher Teil des Lernerfolgs der Schüler davon abhängt, wie der Lehrer aufgestellt ist, ob er eine Vertrauensperson ist und ob er sich in die Psyche und die intellektuellen Fähigkeiten des Schülers hineinversetzen kann. Kurzum, ob er Fähigkeiten hat, die unabdingbar für den Unterricht und für die Wissensvermittlung sind.

Auszug aus einem Interview mit dem Hirnforscher Dr. Gerhard Roth zum Thema Lernen. Das ganze Interview können Sie auf bildungsklick.de nachlesen.

 
 

 

 
15. Dezember 2010
Noch einmal: Vereinfachte Ausgangsschrift
Kategorien: Schule | Besser lernen
Eine Zuschrift:

Sehr geehrte Frau Pfeiffer,
durch Zufall stieß ich auf Ihren Artikel im Internet. Mein Sohn wechselte mehrfach die Schule durch Umzug in verschiedene Bundesländer; mal wurde die Vereinfachte Ausgangsschrift (VA) benutzt, mal die Lateinische Ausgangsschrift (LA).
Durch die VA wurde die Schrift meines Sohnes unglaublich schnell. Die Buchstaben s und t sind unleserlich, ihre Formen sind besonders entartet, weil sie häufig verwendet werden. Weil die Anfangsgroßbuchstaben nicht mit den Kleinbuchstaben zusammenhängen müssen, stehen Buchstaben und Wortfragmente allein auf dem Papier. Dadurch gehen Übersichtlichkeit und Zusammenhang verloren; manche Kleinbuchstaben geraten im Verhältnis größer als die ‚vereinsamten' Großbuchstaben. So etwas kann niemand mehr lesen, auch mein Sohn nicht. Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
06. Dezember 2010
Adventsbetrachtung zum Lernen
Kategorien: Schule | Besinnliches

Lernen muss einen Anfang haben und ein Ende. Es muss eingerahmt sein in sinnvolle Rituale der Stille, des Wartenkönnens, des Aushaltenkönnens, der Unlust. Ja, auch der Unlust! Denn aus richtig dosierter Selbstüberwindung kann Freude werden. Der Weg des Menschen war allzeit steinig, und das wird sich niemals ändern, keine High-Tech kann uns die Arbeit an uns selbst abnehmen. Lernen ist immer Arbeit an sich selbst. Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
23. November 2010
Vom Schreiben und Lesen
Kategorie: Schule

Lesen in der Antike - schwieriger als heute

Bei den alten Römern war das Lesen eine schwierige Aufgabe, denn das Lateinische wurde wie das Griechische fortlaufend geschrieben, in der scriptio continua, ohne Worttrennung und Zeichensetzung. Man hatte eine „Text- und Buchstabenwüste“ vor sich. Der Leser mußte sich damit vertraut machen und eine Struktur „hineindenken“, die von vornherein nicht da war. Ein rasches Querlesen war nicht möglich, das Lesetempo selbst für geübte Leser gedrosselt. Wie mühsam es für Kinder war, das Lesen überhaupt erst zu erlernen, können wir uns lebhaft vorstellen. Um etwas vorzulesen, Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
18. November 2010
Wenn die Bilderflut das Lernen verhindert
Kategorie: Schule

Das Visuelle im Unterricht

Die Pädagogik legt viel Wert auf Anschauung im Unterricht, denn alles Begreifen geht vom Gegenständlichen aus, wie das Wort be-greifen schon nahelegt. Was wir niemals gesehen, gehört, gefühlt haben, können wir uns nicht vorstellen. Das Abstrakte baut auf dem Konkreten auf, nicht umgekehrt. Insofern ist Anschaulichkeit unentbehrlich für jegliches Lernen.
Die Möglichkeit, Schüler etwas anschauen und angreifen zu lassen, ist jedoch nicht alles. Anschauung führt nur dann zu Erkenntnis, wenn das Kind selbst dabei aktiv wird. Passives Betrachten ist nicht gleich Lernen. Die verbreitete Auffassung, das tägliche Betrachten von Bildern, Schautafeln, Merksätzen oder Filmen setze einen Lernprozeß in Gang, ist nichts als ein bedauerlicher Irrtum. Was ihm bloß gezeigt wird, kann der Mensch nicht lernen. Wäre das anders, so würden Kinder nach einigen Jahren regelmäßigen Fernsehkonsums Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
24. Oktober 2010
Montagsgedanken
Kategorie: Schule

Selbständiges Lernen

Kinder treiben, kaum sind sie sich selbst überlassen, »Unfug« anstatt zu lernen. Wer hätte diese Erfahrung nicht schon gemacht? Da hat man ihnen wunderbares Material ausgehändigt, hat ihnen das Nötige erklärt, und die fröhliche Ermunterung ausgesprochen: »Mit diesen wunderbaren Sachen könnt ihr jetzt lernen!«
Kaum hat man sich weggedreht, machen die Plagen Unsinn oder tändeln herum. Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
23. September 2010
Die eigentlichen Aufgaben der Schule
Kategorien: Schule | Besser lernen

Von der Wichtigkeit des praktischen Übens

Besonders wichtig sind heute Übungen, durch welche die sprachlichen Kompetenzen der Schüler im mündlichen wie auch im schriftlichen Bereich trainiert werden. Nur wer sich mündlich und schriftlich sicher und gewandt ausdrücken kann, wird »das Lernen lernen«. Die Beherrschung von Sprache in Wort und Schrift wird allein durch beständiges und hartnäckiges Lernen und Üben erreicht. Das ist ohne eigenes Zutun, ohne eigene Anstrengung nicht möglich. Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
07. September 2010
Zum Schulbeginn
Kategorien: Schule | Humor

 

Liebe Lehrer!
Nehmt euren Schülern nicht das Papier weg, und die Stifte!
Lasst sie mit Tinte klecksen und mit Killer Löcher in die Heftseiten reiben!
Ist dies alles erst einmal virtuell, dann wird zuerst die Welt des Lernens verschwinden, und bald auch unsere reale Welt.

 
 
01. September 2010
Gedanken zum Montag
Kategorie: Schule

Lernen braucht Zeit!

Ja, ich reite auf der Zeit herum! Wir alle reiten nämlich auf der Zeit, nur merken die wenigsten, wohin sie die Zeit gebracht hat, die sie einsparen wollten.

Erinnern Sie sich: Als Sie zuletzt bei der Ankunft auf einem fremden Bahnhof aus dem Zug gestiegen sind, was haben sie als erstes gemacht? Was taten sie, als sie aus dem Bahnhofsgebäude heraustraten, in das Gewimmel fremder Menschen, in den ungegliederten Raum der Verwirrung an optischen und akustischen Eindrücken? Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
24. August 2010
Sprache und Schrift
Kategorie: Schule

Gedanken zu Sprache und Schrift

Sprache wird über das Ohr wahrgenommen. Die gesprochenen Wörter treffen in zeitlicher Aufeinanderfolge auf das Ohr.
Schrift wird vom Auge aufgenommen. Die geschriebenen Wörter treffen in räumlichem Nebeneinander auf das Auge.

Das Ohr nimmt die Zeit wahr.
Das Auge erforscht den Raum.

Das Ohr erfaßt das Nacheinander der Geräusche.
Es schlüsselt die Chronologie der Ereignisse auf.
Das Auge unterscheidet zwischen oben und unten, hinten und vorn.
Es vermittelt die räumlichen Dimensionen.

Das Ohr hört den vergänglichen Ton.
Das Auge kann sehen, was sich nicht verändert.

Laute gehören zur Welt des Hörens.
Buchstaben gehören zur Welt des Sehens.

Was aufgeschrieben wird, muß zuerst gesprochen worden sein.
Wer keine Gedanken hat, kann nicht sprechen.
Wer keine Sprache hat, kann auch nicht schreiben.
Analog gilt: Wer nicht sprechen kann, weil ihm die Wörter fehlen,
kann nicht lesen lernen.
Sprachgestörte Kinder tun sich beim Lesen- und Schreibenlernen schwer.

Woher kommen Sprachstörungen?

Karin Pfeiffer

 

 

 
04. August 2010
Lernen am Computer
Kategorie: Schule


Foto: Stephanie Hofschläger / pixelio 

Lernen am Computer — eine Illusion

Die Vorstellung, ein Kind könne am Bildschirm das Lesen und Schreiben erlernen, ist heute weit verbreitet. Doch gleicht dies dem vergeblichen Bemühen, mittels Computer Geige zu lernen oder sich virtuell auf einen Marathonlauf vorzubereiten. Eindimensionalität der Sinneseindrücke und Abstraktheit des elektronischen Mediums behindern das praktische Lernen eher, als daß sie dieses förderten. In der pädagogischen Praxis werden jedoch die längst bekannten Erkenntnisse der Lernpsychologie häufig ignoriert. Nach wie vor versucht man, schulisches Lernen mit Hilfe moderner Medien zu optimieren, und immer wieder erweisen sich die Maßnahmen als wenig erfolgversprechend. Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
08. Juli 2010
Wörter, Begriffe, Bewußtsein
Kategorie: Schule

 

Wir sehen nur das, was wir kennen

Der Weg in die Stadt führt durch blühende Sommerwiesen. Erstmals fällt mir auf, wieviel Greiskraut am Wegrand wächst. Greiskraut blüht gelb. Wie kleine Sonnen sitzen die Blüten auf den verzweigten Stengeln. Der gelbe Blütenteppich wird unterbrochen von rotvioletten Tupfern. Die eher unscheinbaren Blütenköpfe gehören der Kleinen Braunelle. Keine Sorge — ich will Ihnen keine Lektion in Botanik erteilen. Dafür liegt mir etwas anderes am Herzen. Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
05. Juli 2010
Frühkindliche Bildungsförderung
Kategorie: Schule

 
foto: Jens Weber / pixelio

Um Kinder zu einem frühestmöglichen Zeitpunkt zu »bilden«, werden von diversen Interessenverbänden Investitionen gefordert, welche den spezifischen Bildungseinrichtungen zugute kommen sollen. Hierzu könnte die jüngste Untersuchung der Bertelsmann-Stiftung recht ernüchternd wirken. Um das Ergebnis vorwegzunehmen:
Geld, das der Staat in »frühkindliche Bildung« steckt, scheint zum Fenster hinausgeworfen. Berlin zum Beispiel übertrifft in der Höhe der Investitionen alle anderen Bundesländer, wartet jedoch mit einer hohen Zahl von Sitzenbleibern im Grundschulalter auf — Ursache: mangelhafte Fertigkeiten im sprachlichen Bereich. Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
02. Juli 2010
Zeugnisschreiben
Kategorie: Schule

Als ich meine ersten Berichtszeugnisse schrieb, bereitete mir das erhebliches Kopfzerbrechen. Bei einigen Kindern fiel es mir leicht, passende Sätze zu formulieren, bei anderen wieder wollte mir gar nichts einfallen. In mir keimte Unwillen. Ich fragte mich, ob ich denn eine schlechte Lehrerin sei, weil ich mich nicht in der Lage sah, jedem Kind spontan einige passende Sätze ins Zeugnis zu schreiben.
Ich fragte mich, wie es wohl meinen Kolleginnen und Kollegen ginge. Floss es denen aus der Feder? Oder schlugen sie sich mit denselben Problemen herum? Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
20. April 2010
Außen hui, doch innen ...
Kategorien: Schule | Besinnliches


Foto: Christoph Schmotz / pixelio
 

Außen hui, doch innen ...
Wenn die Verpackung wichtiger wird als der Inhalt

In allen Lebensbereichen ist zu beobachten, wie der Stellenwert von Äußerlichkeiten zunimmt und das Handeln beeinflußt. Die Schule macht da keine Ausnahme. Mögen schriftliche Schülerarbeiten in ihrer äußeren Form auch perfekt wirken, so offenbart sich doch nicht selten hinter der glänzenden Fassade eine inhaltliche Dürftigkeit. Mit Hilfe der modernen Technik und etwas persönlichem Geschick gelingt es leicht, professionell aussehende Schriftstücke, Konvolute, ja ganze Bücher herzustellen. Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
11. April 2010
Schulpflicht
Kategorie: Schule

Der Lehrer John Taylor Gatto über das Ergebnis der staatlich erzwungenen Schulpflicht in Amerika

»Unsere Form der Schulpflicht ist eine Erfindung des Staates Massachusetts um 1850. Schätzungsweise achtzig Prozent der Bevölkerung von Massachusetts haben sich dagegen gewehrt — manchmal sogar mit Schusswaffen. Der letzte Außenposten in Barnstable am Cap Cod gab seine Kinder erst um 1880 her. Damals wurde das Gebiet vom Militär besetzt, und die Kinder marschierten unter Bewachung zur Schule.

Hier gilt es jetzt eine merkwürdige Vorstellung abzuwägen: Das Büro von Senator Ted Kennedy hat vor nicht allzu langer Zeit eine Studie herausgegeben, in der behauptet wird, dass vor Einführung der Schulpflicht die Alphabetisierungsrate in unserem Land bei achtundneunzig Prozent lag, während nach der Einführung die Zahl nie über einundneunzig Prozent ging — Stand des Jahres 1990.

Und hier ist eine andere Merkwürdigkeit, die nachdenklich macht: Die Homeschoolbewegung ist in aller Stille immer weiter gewachsen, so dass derzeit eineinhalb Millionen junge Menschen ausschließlich familienzentriert gebildet werden; erst kürzlich ging die überraschende Neuigkeit durch die Feuilletons, dass die zu Hause gebildeten Kinder ihren formal unterrichteten Gleichaltrigen in ihrer Denkfähigkeit um fünf oder sogar zehn Jahre voraus sind.«

John Taylor Gatto
Verdummt noch mal! Der unsichtbare Lehrplan oder Was Kinder in der Schule wirklich lernen. Genius Verlag, Bremen 2009

Das Zitat ist dem Buch entnommen (Seite 36)

Es bleibt dem Leser überlassen, Parallelen zu ziehen  ...
Karin Pfeiffer

Siehe dazu auch folgender Tagebucheintrag:
»Er verkauft mir die Eier«

 
25. Januar 2010
Zeit zum Lernen
Kategorie: Schule
 

Habt Mut, Schule zu halten!

Lernen lassen, nicht nur abfragen

Ein jedes Kind hat den Antrieb zum Lernen. Lernen bedeutet, etwas zu erfahren, was man noch nicht weiß; etwas einzuüben, was man noch nicht kann. Woher aber weiß das Kind, was es nicht weiß? Wie kommt das Kind darauf, etwas üben zu wollen, was es nicht kann? Das Kind beobachtet die Erwachsenen. Die Erwachsenen sprechen über Dinge, die das Kind noch nicht versteht. Die Erwachsenen tun Dinge, zu denen das Kind noch nicht fähig ist. Noch nicht! Das ist wichtig. Dieses »Noch-nicht« wird durch Lernen verschwinden, Neugier ist die treibende Kraft. Schüler müssen vieles erst lernen.
Lernen am Vorbild ist die kluge Wahl des kurzen Weges. Der weitere Weg wäre Versuch und (notwendiger) Irrtum. Das Nachahmen ist Sicherheitsvorkehrung. Es reduziert die Gefahren, die allem Neuen innewohnen. Zum Kernbestand unserer Kultur zählt die Literalität — die Beherrschung des Lesens und Schreibens. Der Alphabetismus ist dem Menschen nicht angeboren. Jede Generation von Erwachsenen vermittelt die Grundkenntnisse und -fertigkeiten der Schriftkultur an die nachkommende Generation. Stellvertretend für die Eltern hat sich die Schule dieser Aufgabe angenommen. Darin erfolgreich zu sein, scheint von Jahr zu Jahr schwieriger zu werden. Diesen Beitrag zu Ende lesen »


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