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Archiv: Dezember 2007

 
27. Dezember 2007
Anfrage einer besorgten Mutter
Kategorie: Besser lernen
Vor Weihnachten erreichte uns die Anfrage einer besorgten Mutter. Da der Betreff von allgemeinem Interesse sein dürfte, veröffentlichen wir hiermit die Antwort der Pädagogin und Autorin Karin Pfeiffer.

Anfrage

Betreff:
Lese-Tests/Geschichten schreiben


Hallo,

mein Sohn (3. Klasse) hat Schwierigkeiten mit sogenannten Lese-Tests. Es sind DIN-A4 große Texte zum Lesen mit anschließenden Fragen zum Beantworten (nicht zum Ankreuzen, sondern in ganzen Sätzen zu schreiben).
Haben Sie Material zum Üben für dieses spezielle Problem?

Zweites Problem: Geschichten schreiben
Er schreibt wild durcheinander, teilweise ohne richtige Satzbildung. Wie soll man das üben? Welches Ihrer Hefte wäre richtig dafür? Bitte schicken Sie mir kurzfristig eine Info.

Vielen Dank für Ihre Mühe beim Raussuchen.

N. W.

Sehr geehrte Frau W.,

wir müssen zunächst folgendes feststellen: Eine gute Lesefertigkeit ist das Ergebnis aus Konzentration und Übung. Ihr Sohn dürfte, wie die meisten heutigen Kinder, bereits an einem Übungsmangel leiden. Dazu kommt eine Konzentrationsschwäche durch Reizüberflutung.

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26. Dezember 2007
Ein Aufsatz
Kategorie: Humor
Erzähle, wie du die Weihnachtsferien verbracht hast

Ich konnte nicht mehr erwarten, bis die Weihnachtsferien angefangen haben, ich konnte es nicht mehr aushalten. Ich hatte so viel gelernt, auch wenn ich trotzdem in der Schule nicht gut war, und ich habe es nicht mehr aushalten können, daß die Schule aus war und die Weihnachtsferien angefangen haben. An Weihnachten war es so schön, die schönste Sache von der Welt, ich wollte, daß Weihnachten nie aufhört, so schön war es.

Am Tag vorher war Michele gekommen, der in Mailand Carabiniere ist und die ganze Gasse kennt ihn von seit wie er klein war. Er ist heraufgekommen und Mama ist hinunter gegangen. Dann ist auch mein Vater hinunter gegangen und auch der Opa und alle haben ihn mitten auf der Treppe umarmt. Michele hat geweint, meine Mutter hat geweint, mein Vater hat gelacht. Ich wollte ihn auch umarmen, aber wir haben nicht alle mitten auf die Treppe draufgepaßt.
Dann ist er heraufgekommen, und alle sind heraufgekommen und auch ich bin heraufgekommen, auch wenn ich nicht so weit hinunter gegangen war.

Zum Essen gab es am Heiligabend bei mir daheim mehr als im Restaurant! Bei mir daheim essen wir wenn Weihnachten ist mehr als ein Restaurant. Alfonso weiß es, gell?
Dann habe ich das Weihnachtsgedicht aufgesagt und habe einen Klatscher bekommen, aber Geld nix. Bei mir daheim sind sie alle kniggich, sogar an Weihnachten. Dann habe ich gedacht, wenn sie das Weihnachtsbriefchen lesen, dann springt vielleicht was raus, aber sie sind auch bei den Briefchen kniggich!

Dann ist Silvester gekommen. Michele hat groß angegeben, er hat angegeben, weil er immer schießt und die Knaller durfte nur er loslassen. Er hat zehn Kilo Knaller gekauft: das waren Trickitracki, Bengalis, Feuerwerke, Knallfrösche, Bomben und wie er alle die Kilos geschossen hat, war er lauter als alle anderen Knaller in der Gasse.
Ah, ich hab vergessen, daß wir den Aal gegessen haben.
An Befana* war Michele nicht mehr da, aber bevor er nicht mehr da war, hat er mir gesagt, daß es die Befana nicht gibt. und daß es Mama und Papa ist, ich hab zu ihm gesagt, Miché, das weiß ich doch schon seit dreißig Jahren!
Die Befana hat mir die Fernbedienung und Filzschreiber gebracht, sonst nix, weil sie kniggich sind.

* Erscheinungsfest, an dem die „gute" Hexe Befana den Kindern Geschenke bringt.


Originaltext aus:
In Afrika ist immer August. Sechzig Schulaufsätze neapolitanischer Kinder.
Diogenes Verlag, Zürich 1993
 
 
23. Dezember 2007
Noch einmal: Umkehr
Kategorie: Humor

Umkehren!

Ein Mann sitzt im Bummelzug. Bei jeder Station schaut er zum Fenster hinaus, liest den Ortsnamen und stöhnt, wenn er sich wieder setzt.
Nach einigen Stationen fragt ihn besorgt sein Gegenüber: »Tut Ihnen etwas weh? Sind Sie krank? Sie stöhnen so sehr.«
Da stöhnt der Mann noch einmal und antwortet: »Eigentlich müsste ich aussteigen. Ich fahre dauernd in die falsche Richtung. Aber es ist so schön war hier drinnen.«

Verfasser unbekannt

 
 
21. Dezember 2007
Die Schuld des Menschen
Kategorie: Besinnliches
 
16. Dezember 2007
Halt geben
Kategorie: Erziehung

 
foto: pixelio

»Du gibst dem Jugendlichen eine Form, einen äußeren Rahmen, eine begrenzte Zeit, eine bestimmte Grenze vor. Innerhalb dieses Rahmens gewährst du völlige Freiheit. Die Freiheit wird nicht von der gegebenen Form begrenzt. Ganz im Gegenteil glaube ich, dass die Freiheit dem Kind erst dadurch ermöglicht wird, indem man Formen setzt, weil es seine eigenen Grenzen noch nicht selbst setzen kann.«

Anna Wahlgren, Das KinderBuch. Wie kleine Menschen groß werden. Seite 587, Beltz Verlag 2004
 

Kommentar von Karin Pfeiffer
Manche Lebenserscheinungen sind entweder ganz oder gar nicht. Freiheit zum Beispiel ist unteilbar und kompromißlos. Gemaßregelte Freiheit ist ein Widerspruch in sich, denn Freiheit ist das Gegenteil von Gängelung. Wenn du einem Kind sagst: Bis 20 Uhr bist du frei und kannst selbst entscheiden, was du machst!, dann wirst du dich daran halten müssen. Verlangst du aber gleichzeitig vom Kind einen Plan mit einer detaillierte Aufzählung dessen, was es mit der Freiheit zu tun gedenkt, dann mißbrauchst du das Wort »Freiheit«. (Dies erinnert mich gerade an das Stichwort "Autonome Schule".)
Um reifen zu können, brauchen Kinder klar definierte Freiräume, die sie selbständig und völlig frei ausfüllen können. Hierbei müssen wir Erwachsenen lernen zu vertrauen. Wir müssen lernen, die Eigenständigkeit unserer Kinder anzuerkennen. Der Rahmen, innerhalb derer sie sich bewegen, soll lediglich vor ernsten Gefahren und Verwahrlosung schützen. Erst dieser feste Rahmen garantiert Freiheit, die ihrem Namen gerecht wird, darin wird man Anna Wahlgren gern zustimmen wollen.

 
 
11. Dezember 2007
Unerhörte Worte
Kategorie: Besinnliches

»Je weniger die Leute davon wissen,
wie Würste und Gesetze gemacht werden,
desto besser schlafen sie.«
Otto von Bismarck

»Der Staat beschäftigt sich zu 90% mit Problemen,
die er selbst erzeugt hat.«

Reinhard K. Sprenger

»Man spricht von unserem Zeitalter als dem wissenschaftlichen. Tatsächlich ist es nur das der Technologie. Die vielgerühmte Eroberung der Natur drückt nur unseren Größenwahn aus und ist eitel Humbug. Wir sollten vielmehr zur Demut zurückkehren, auf daß die Zeit größeren Gehorsams ausbreche Die Natur ist unerbittlich und hält nichts geheim. Wir aber sind blind dafür durch unsere Selbstgefälligkeit.«
Peckham-Forscher SCOTT-WILLIAMSON in SCIENCE SYNTHESIS and SANITY 1964

 

»Übereinstimmung über die Teilung der Beute, die eine Mehrheit
durch Überwältigung einer Minderheit gewonnen hat, oder darüber, wieviel letzterer weggenommen werden soll, ist nicht Demokratie
oder zumindest nicht ein Ideal der Demokratie,
das sich moralisch rechtfertigen läßt.«
Friedrich von Hayek, Nationalökonom

 

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