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Archiv: November 2008

 
29. November 2008
Famoses Haus
Kategorie: Humor

 
foto: pixelio

Die Selbstkritik hat viel für sich.
Gesetzt den Fall, ich tadle mich,
so hab' ich erstens den Gewinn,
daß ich so hübsch bescheiden bin;
zum zweiten denken sich die Leut,
der Mann ist lauter Redlichkeit;
auch schnapp' ich drittens diesen Bissen
vorweg den andern Kritiküssen;
und viertens hoff' ich außerdem
auf Wiederspruch, der mir genehm.
So kommt es dann zuletzt heraus,
daß ich ein ganz famoses Haus.

Wilhelm Busch

 
 
25. November 2008
Können wir daraus etwas lernen?
Kategorie: Politik

Während des Spanischen Bürgerkriegs hatten die Anarchisten in den von ihnen beherrschten Betrieben den Einheitslohn eingeführt, so auch im »Tivoli«-Opernhaus. Auf dem Spielplan stand ein von der anarchistischen Gewerkschaft organisierter Opernzyklus zu volkstümlichen Preisen. Die Hauptrolle in einer dieser Opern sollte der berühmte Tenor Hipolito Lazaro singen, der jedoch mit dem Einheitslohn nicht einverstanden war und deshalb in Verhandlungen mit der anarchistischen Opernleitung versuchte, für sich eine höhere Entlohnung zu erreichen. Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
23. November 2008
Lesen üben und Legasthenie-Tests
Kategorie: Besser lernen
Anfrage einer Mutter:

Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Sohn geht in die dritte Klasse Volksschule. Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mir mit einem Rat bezüglich zweier Fragen weiterhelfen könnten.

Erstens: welche Hefte oder Bücher für die 3. Klasse geeignet sind, um sog. Leseproben zu trainieren? Eine Leseprobe besteht aus einem etwa zweiseitigen Text mit anschließenden Verständnisfragen.

Zweitens: Wie kann ich feststellen, ob mein Kind eine Lese-Rechtschreibschwäche hat? Vielen Dank für Ihre Antwort und Hilfe!

Mit freundlichen Grüßen

Annette B.


foto: pixelio
Antwort:

Sehr geehrte Frau B.,

Zu Frage 1:
Sinnerfassendes Lesen üben
Um das Lesen zu üben, eignen sich alle möglichen Arten von Lesetexten. Sie sollen altersgemäß sein, interessant, humorvoll — und nicht zu lang. An diesen Texten kann das Kind das sinnerfassende Lesen üben. Gehen Sie wie folgt vor: Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
22. November 2008
Welt mit eingebauter Gebrauchsanweisung
Kategorie: Besinnliches

Wer daher in der Lage ist, die Sprache einer Sprachgemeinschaft zu beeinflussen und im Extremfall zu manipulieren, beeinflußt oder manipuliert dadurch deren ganzes Selbst- und Weltverständnis, ihr historisches und politisches Situationsbewußtsein. Das alles kann ohne den Lärm und die spektakulären Vorgänge des Waffenkrieges kaum bemerkbar auch »im tiefsten Frieden« erfolgen.

Ernst Topitsch

Topitsch versteht das Gesagte als Aufforderung, Gehörtes oder Gelesenes nicht einfach ohne eigenes Nachdenken zu übernehmen. Wörter werden von Machtpolitikern manipuliativ verwendet. Herkömmlicher Sinn und Wohlklang von Begriffen werden missbraucht, um das genaue Gegenteil des vordergründig Verlautbarten anzustreben. Aus Friede wird dann Krieg, aus Gerechtigkeit Ungerechtigkeit und aus Wohlstand Armut. George Orwell warnt in seinem berühmten Roman 1984 vor den Folgen, die durch die Verdrehung von Wort und Wirklichkeit unwiderruflich eintreten, sobald die Massen den Lügen Glauben schenken.
Worte sind wie Waffen; ob sie gut oder schlecht sind, entscheidet ihre Verwendung. In ehrlicher Absicht gebraucht, tun sie dem Menschen gut. In böser Absicht benutzt, bringen sie ihn um den Verstand. Es ist nicht gut, leichtfertig jeder Propaganda zu glauben, die sich auf allen Kanälen ausbreitet. Was auf den ersten Blick logisch und gut erscheint, braucht es nicht auch bei genauerem Hinschauen zu sein. Wer seine Freiheit bewahren möchte, sollte daher im Sinne von Topitsch Wort und Wirklichkeit ständig einer kritischen Überprüfung unterziehen. Das gilt für die Bildungspolitik ebenso wie für die aktuelle Diskussion um die Wirtschaftskrise.

Verena Katerle

 
21. November 2008
Augen-Blicke
Kategorie: Erziehung
Im Newsletter Nr. 25 vom Oktober 2008 konnten Sie in der Rubrik »Nachrichten aus Lendersdorf« einen Beitrag lesen, den wir aus aktuellem Anlaß unten noch einmal einstellen. Der Text löste völlig überraschend zahlreiche Rückmeldungen und Zuschriften aus — ein Zeichen dafür, wieviel Diskussionsbedarf zur Thematik besteht.
 

foto: pixelio

»Augen-Blicke«

An einem dieser schönen Herbsttage radelte ich, heiter wie der Himmel, in die Stadt. Unterwegs kam mir eine junge Frau entgegen. Sie schob einen Kinderwagen. Noch jetzt sehe ich ihr Gesicht vor mir. Was nun ist an einer kinderwagenschiebenden Mutter derart beeindruckend, daß ich davon berichten muß? Es war die sichtbare und vollkommene Hingewandtheit zum Kinde. Lächelnd schaute die Frau in das rollende Bettchen hinein, sie spitzte die Lippen und formten zärtliche Worte. Und noch einmal die Frage: was könnte an diesem Anblick so Besonderes sein? Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
20. November 2008
Extra-Njuuslätta Nr. 18 – November 2008
Kategorie: Newslettertexte
... Es ist wirklich ganz einfach!

Liebe Lehrer! Liebe Eltern!

Ein College-Professor ließ seine Soziologiestudenten in die Slums von Baltimore gehen, um Fallgeschichten über zweihundert Jugendliche zu sammeln. Sie wurden mit der Aufgabe betraut, eine Bewertung über die Zukunft eines jeden Jungen zu schreiben. In jedem einzelnen Fall schrieben die Studenten: »Er hat keine Chance.« Fünfundzwanzig Jahre später stieß ein anderer Soziologieprofessor auf die frühere Studie. Er ließ seine Studenten das Projekt nachvollziehen, um zu sehen, was mit diesen Jungen passiert war. Die Studenten entdeckten, daß mit Ausnahme von zwanzig Jungen, die weggezogen oder gestorben waren, 176 der verbliebenen 180 einen mehr als ungewöhnlichen Erfolg als Anwälte, Doktoren und Geschäftsleute errungen hatten. Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
17. November 2008
Hannes und die Staatsknete
Kategorie: Politik

 

Papa fährt Hannes in den Kindergarten. Im Radio berichten sie schon wieder von einem neuen Rettungspaket, das für die XY-Bank geschnürt werde. Davon ist jetzt fast täglich die Rede. Es werden ihrer immer mehr, die »gerettet« werden wollen.
»Und das alles mit Staatsknete«, murmelt Papa grimmig, während er vor dem Umschalten der Ampel auf Rot gerade noch über die Kreuzung huschen kann.
»Staatsknete«, kichert Hannes, »was ist denn das?« Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
15. November 2008
Newsletter Nr. 26 – November 2008
Kategorie: Newslettertexte
»Er verkauft mir die Eier« 

Bericht über ein herzerwärmendes Gespräch mit einer engagierten Mutter

»Kinder machen uns Erwachsenen alles nach«, so spottete einst ein bekannter Dichter. Wir grinsen, wenn wir Humor haben. Und wir nicken, wenn wir zu Ende gegrinst haben, denn hinter diesem Bonmot steht die tiefe Einsicht, daß Kinder nur vom menschlichen Vorbild und nicht nach raffinierten Rezepten lernen. Werte, mentale Einstellungen und kulturelle Fähigkeiten können eben nicht abstrakt gelehrt werden. Sie werden durch das Miteinander in den Familien unbewußt eingeübt. Jeder Lehrer weiß, wie fruchtlos seine Bemühungen sind, wenn ein Kind nicht lernen will oder kann, weshalb auch immer. Die Wurzeln für Leistungsbereitschaft und Leistungsfähigkeit wachsen im Elternhaus. Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
13. November 2008
Die drei Söhne
Kategorie: Besinnliches

Die drei Söhne
Drei Frauen kommen an einen Brunnen, um Wasser zu schöpfen. Sie sprechen von ihren Söhnen. »Meinen Sohn solltet ihr singen hören«, sagt die erste, »das tönt so schön, als wenn eine Nachtigall singen würde.«
Die zweite sagt: »Mein Sohn ist stark und schnell. Er schleudert einen Stein fast bis zu den Wolken und fängt ihn wieder auf.«
Die dritte schweigt.
Da fragten die anderen: »Und dein Sohn?«
»Was soll ich erzählen«, sagt sie, »mein Sohn ist ein junger Bursche wie andere auch.«
Nun machen sich die drei Frauen auf den Heimweg. Die Sonne brennt, der Wassereimer wird schwer. Da kommen den Frauen drei junge Burschen entgegen. Der erste singt so schön wie eine Nachtigall, der zweite schleudert Steine in die Luft und fängt sie wieder. Der dritte aber läuft zu seiner Mutter und nimmt ihr den Eimer ab.
Ein alter Mann neben dem Brunnen hat alles mit angesehen. Eine der drei Frauen fragt ihn: »Nun, was sagst du zu unseren drei Söhnen?«
»Drei Söhne?« fragt der Alte. »Ich sehe nur einen.«

Leo N. Tolstoi

 
 
10. November 2008
Wie die Leute sind
Kategorie: Besinnliches

Perspektiven
Der alte Fabeldichter Aesop saß eines Tages am Rand der Straße nach Athen, als ihn ein Reisender fragte: »Welche Art von Leuten lebt denn in Athen?« Aesop entgegnete: »Sagt mir erst, woher ihr kommt und was dort für Leute leben.«
Stirnrunzelnd sagte der Mann: »Ich komme von Argos. Die Menschen dort taugen nichts, sie sind Lügner, Diebe, ungerecht und streitsüchtig. Ich war froh, von dort wegzukommen.« — »Wie schade«, antwortete Aesop, »daß Ihr die Leute in Athen nicht anders finden werdet.«
Gleich darauf kam ein anderer Reisender vorüber und stellte dieselbe Frage, und als Aesop sich auch bei ihm nach seiner Herkunft und den Bewohnern der Stadt erkundigte, meinte dieser: »Ich komme von Argos, wo alle Menschen freundlich, ehrbar und wahrhaftig sind. Ich habe sie ungern verlassen.«
Da lächelte Aesop und sagte: »Freund, ich freue mich, daß ich Euch sagen kann: Ihr werdet die Menschen in Athen ganz genauso finden.«

Aus Griechenland

 
 
08. November 2008
Begierde
Kategorie: Besinnliches

Begierde
Ein Hund trug ein Stück Fleisch durch einen Fluss.
Der Wasserspiegel zeigte ihm sein Bild.
»Da schwimmt ein anderer Hund mit Beute«, glaubte er und wollte sie schnappen.
Doch — betrogne Gier! — der eigne Bissen glitt ihm aus dem Maul, und der begehrte war erst recht dahin.
Wer fremdes Gut begehrt, verliert sein eigenes.

Aesop

 
 
06. November 2008
Von Maschinen und Menschen
Kategorie: Besinnliches

Anstatt miteinander zu sprechen, wenden die Menschen heute ungeheuer viel Zeit und Energie dafür auf, Maschinen in Gang zu setzen, die an ihrer statt mit dem anderen kommunizieren sollen. Inzwischen widmet manch einer der Maschine mehr Zeit und Aufmerksamkeit als dem Kommunikationspartner, mit dem er doch eigentlich in Verbindung treten will. Aus dem direkten Kontakt wird ein indirekter, aus dem Gespräch wird ein Monolog mit der Technik. Die Maschine, dieses kalte, tote Ding, schiebt sich unbarmherzig und stählern zwischen die Menschen aus Fleisch und Blut. Sie befiehlt, wir gehorchen.

Karin Pfeiffer

 
04. November 2008
Extra-Njuuslätta Nr. 17 – November 2008
Kategorie: Newslettertexte
... und was du dir wünschst, wird wahr!
 

Drei Wünsche
Beim Aufräumen geriet mir ein Büchlein in die Hand. Darin wird das Märchen von den drei Wünschen erzählt. Der lustige Hergang der Geschichte täuscht nicht darüber hinweg, in welches Dilemma der Mensch gerät, wenn er sich etwas wünschen soll, dessen Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
01. November 2008
didacta Basel
Kategorie: Schule

Didacta Basel
White Boards und der Bannwald

In der letzten Oktoberwoche fand die Bildungsmesse didacta in Basel statt. Der Stolz Verlag war mit seinem altmodischen Papierkram inmitten körperloser Technik plaziert: links ein Anbieter von Whiteboards; rechts ein Anbieter von Whiteboards; frontal ein Anbieter von Whiteboards, und im Rücken ein ebensolcher. Eine von Whiteboards dominierte Messe. Dutzende von Konkurrenten beäugten einander in der Ausstellungshalle. Jeder einzelne von ihnen erhoffte sich Vertragsabschlüsse mit Schulen, je mehr, desto besser. Diesen Beitrag zu Ende lesen »


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