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Archiv: November 2007

 
25. November 2007
»Kleiner Hund wartet an Info B auf das Herrli«
Kategorie: Besinnliches

Ans Tischbein gebunden
Interpädagogika Salzburg, Messehalle 6. Es ist 17.30 Uhr. Wenn eine Messeveranstaltung zu Ende ist, verschwindet die künstliche Welt aus funkelnden und bunten Präsentations- und Verkaufsständen in einem schier atemberaubenden Tempo. Bereits eine halben Stunde nach Torschluß erinnert nichts mehr an Farbenpracht und Lichtspiele: ein anschwellendes Wirrnis an Kabeln, Containern, Werkzeug, Papiermüll und nackten Standwänden wird akustisch untermalt durch den beträchtlichen Arbeitslärm, den das Abbrechen der Aufbauten verursacht: eine künstlich geschaffene Ordnung löst sich auf.
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17. November 2007
Herbsttagung der Schweizer Orthographischen Konferenz (SOK)
Kategorie: Schriftkultur

Zunfthaus zur Waag, Zürich, 31. Oktober 2007 

Ereignisse, die von Presse, Fernsehen und Rundfunk verschwiegen werden, haben nicht stattgefunden, oder etwa doch? Ende Oktober fand eine solche »Nicht-Veranstaltung« in Zürich statt. Ich weiß das, weil ich selbst zugegen war. Behandelt wurde ein Thema, das unangenehm ist, und das man deshalb am liebsten ignorieren würde: die sogenannte »Rechtschreibreform«. 

Die Schweizer Orthographische Konferenz, abgekürzt SOK, arbeitet seit mehr als einem Jahr intensiv an der Wiederherstellung einer einheitlichen und sprachrichtigen Rechtschreibung für Presse und Literatur in der Schweiz. Sie empfiehlt unter anderem, in der Rechtschreibung den Grundsatz »Bei Varianten die herkömmliche« zu befolgen. Mit dieser Forderung steht sie im Einklang mit der Meinung von Zeitungslesern – auch in Deutschland! – , die sich in Umfragen stets mit überwältigender Mehrheit für die herkömmlichen Varianten ausgesprochen haben. (Ebenfalls eine Tatsache, die unter den Teppich gekehrt wird.) In der Schweiz jedoch nimmt man traditionell das Votum der Bürger ernst. Die Arbeit der SOK wird von verantwortlichen Medienschaffenden und namhaften Politikern aktiv unterstützt. Die Herbstsitzung der SOK in prächtigem Ambiente des alten Zunfthauses war für die SOK ein voller Erfolg.

Karin Pfeiffer

Gründungsmitglieder der SOK 

Dr. Christoph Stalder, Großratspräsident des Kantons Bern, hält ein beeindruckendes Referat mit dem Titel »Der Staat und die Sprache«

Pressemeldung

Einheitliche Rechtschreibung
für die Deutschschweizer Presse
Sprachrichtig und einheitlich – Empfehlungen der SOK zur Rechtschreibung

Zürich, 31. Oktober. Auf ihrer Herbsttagung im Zunfthaus zur Waag in Zürich hat die Schweizer Orthographische Konferenz (SOK) ihre abschliessenden Empfehlungen zur Rechtschreibung vorgelegt.

Auf früheren Tagungen hatte die SOK empfohlen, bei Varianten die herkömmliche zu verwenden. In verschiedenen Bereichen hatte sie überdies empfohlen, die neue Rechtschreibung nicht zu verwenden, beispielsweise bei Umlautschreibungen (behände) und falschen Herleitungen (Quäntchen). Auf ihrer jüngsten Tagung empfahl die SOK nun unter anderem, die Tageszeiten (heute morgen) entgegen der neuen Rechtschreibung klein zu schreiben.

Die Tagung stimmte einer Resolution zu, die die Zeitungen der Deutschschweiz einlädt, die Empfehlungen der SOK im Sinne einer sprachrichtigen und einheitlichen Rechtschreibung zu übernehmen. Der Grossratspräsident des Kantons Bern, Christoph Stalder, gab eine politische Lagebeurteilung zum Thema Staat und Sprache.

Ausgerichtet wurde die Tagung durch den Sprachkreis Deutsch (SKD), die Leitung hatte SOK- und SKD-Präsident Peter Zbinden. Der Ko-Präsident der SOK, Nationalrat Filippo Leutenegger, begrüsste die Teilenehmer über Video.

An der Tagung nahmen verschiedene Zeitungen teil wie die NZZ, der Tages-Anzeiger, das St. Galler Tagblatt, die Schaffhauser Nachrichten, der Landbote, der Walliser Bote und die Schweizer Monatshefte. Unter den Teilnehmern waren ferner weitere Vertreter der Politik wie Nationalrätin Kathy Riklin und Kantonsrätin Eva Nietlispach, Schriftsteller, Sprachwissenschaftler und Verleger sowie die Nachrichtenagentur SDA.

In der SOK sind Vertreter der Presse, der Literatur und der Sprachwissenschaft vereinigt. Sie haben sich zum Ziel gesetzt, die Sprachrichtigkeit und Einheitlichkeit der Rechtschreibung in Presse und Literatur zu fördern.


 

Peter Müller, Direktor der SDA (Schweizerische Depeschen Agentur) erläutert die Empfehlungen der SOK.

 

  

Dr. Urs Breitenstein, Verleger, referiert über »Die Liebe des Verlegers zur Sprache«.

 

Prof. Dr. Rudolf Wachter (Universitäten Basel und Lausanne) erklärt in seinem humorvollen Vortrag:
»Wie macht man eine Orthographiereform (nicht)?« 

 

Stefan Stirnemann, Lehrer an einem Gymnasium und Mitglied »Sprachkreis Deutsch« löst ebenfalls Heiterkeit bei der Zuhörerschaft aus. Sein Vortrag handelt »Vom Diktieren«.

 

Peter Zbinden, Vorsitzender des Sprachkreises Deutsch, spricht die Schlußworte.

   
  
 

 

 

 
16. November 2007
Wohnen in Italien
Kategorie: Humor

Ein Lehrer gab seinen Schülern folgendes Aufsatzthema:

Beschreibe deine Wohnung

Einer seiner Schüler schrieb den folgenden Aufsatz. Die Orthographie wurde aus dem Original übernommen. Die Quelle dieses eindrucksvollen Dokuments ist am Textende aufgeführt.

Meine Wohnung ist ganz kaputt, die Decke ist kaputt, die Möbel sind kaputt, die Stühle kaputt, der Boden kaputt, die Mauern kaputt, das Kloh kaputt. Aber wir wohnen trotzdem drin, weil das meine Wohnung ist und Geld keines da ist.
Meine Mutter sagt, daß die Dritte Welt nicht einmal eine kaputte Wohnung hat und wir uns also nicht beklagen sollen: die Dritte Welt ist noch viel dritter als wir!

Wie ich jetzt so drandenke, ist es daheim nicht so schlecht, wie wir bei mir daheim leben! In einem Bett schläft die ganze Familie, da geben wir uns Tritte unter der Decke und so lachen wir, wenn ein Besuch kommt und will auch schlafen, jagen wir ihn aus dem Haus, weil im Bett kein Platz mehr ist: alles besetzt!
Wir essen ekliges Zeug und spucken uns ins Gesicht, wenn einer ißt und haben Sachen an, wo hinten Flicken sind. Ich bin der Sauberste von allen, weil ich es schaffe, in die Badewanne reinzugehen.
Gestern haben wir eine neue Klingel angemacht.
Wenn mich meine Freunde besuchen, lachen sie immer über meine ganz kaputte Wohnung, aber am Schluß spielen sie dann immer mit meinen Hühnern!
Ich mag meine kaputte Wohnung gern, ich habe mich dran gewöhnt, ich fühle mich selber schon ganz kaputt!
Aber wenn ich dann bei der Milliardenlotterie gewinne, kaufe ich mir eine ganz neue Wohnung, und die kaputte, die schenke ich dem Pasquale.


Originaltext aus:
In Afrika ist immer August. Sechzig Schulaufsätze neapolitanischer Kinder.
Diogenes Verlag, Zürich 1993
 
10. November 2007
Rückkehr zur einer volksnahen Bildung
Kategorien: Schule | Politik

Nimmt die Bastelei an unserem Bildungssystem erst dann ein Ende, wenn es völlig ruiniert ist? Wohlmeinend wird in Rheinland-Pfalz neu gebastelt: Alle Hauptschulen werden zu »Realschulen Plus« befördert. Entweder Realschule mit Schrumpf-Hauptschulzweig oder mit Ex-Hauptschülern und Realschülern vereint  – den drastisch erweiterten Lehrerkollegien wird die Entscheidung anheimgestellt. Diesen Beitrag zu Ende lesen »


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