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Archiv: Oktober 2008

 
27. Oktober 2008
Voraussetzungen
Kategorie: Aphorismen

Zuerst muss man den Fisch angeln.
Dann erst kann man ihn essen.
Umgekehrt geht nicht.

Aber etwas anderes geht:
Man isst die Fische, die andere gefangen haben.
Ist das gerecht?
(Zumindest für den Fisch bleibt's einerlei.)

 
25. Oktober 2008
Neues aus der industriellen Gesundheitsküche: Smoothies
Kategorie: Gesundheit

Laut Werbung kann man sich lästiges Schälen, Zerkleinern und Kauen sparen und trotzdem von den gesunden Nährstoffen aus Gemüse und Obst profitieren. Dafür sorgt Obst- oder Gemüsebrei aus der Flasche, Smoothie genannt.

Nach Aussagen der Verbraucherzentrale Hessen bieten die Smoothies keinen gleichwertigen Ersatz für frische Früchte und Rohkost. Statt aus ganzen Früchten sind sie häufig zu einem hohen Anteil aus Saftkonzentraten hergestellt. Dadurch gehen bei der Verarbeitung wertvolle Pflanzeninhaltsstoffe verloren. Zum Teil enthalten sie sogar Zusatzstoffe.

Es wird empfohlen, täglich etwa 600 g Obst und Gemüse zu essen. Will man ausnahmsweise eine Obstportion durch einen Smoothie ersetzen, sollte man auf die Zutatenliste schauen. Zu empfehlen sind Produkte, die aus der kompletten Frucht, ohne Konzentrate und Zusatzstoffe hergestellt wurden.

Frisches Gemüse und Obst ist diesen Trendprodukten jedoch überlegen, weil das Kauen wesentlich zur Verdauung und Verträglichkeit beiträgt, wertvolle Pflanzeninhaltsstoffe enthalten bleiben, und es zudem meist deutlich preiswerter ist.

Quelle:
vzh/Uni Bonn; in:Naturarzt Nr. 8, August 2008
Merke:
Gesundheit kann man nicht kaufen. Man muß sie erwerben durch konsequente Lebensführung ... Gesunde Ernährung ist eine zentrale Angelegenheit in unserem Dasein; wem dies klar ist, wird sie nicht einer Nahrungsmittelindustrie überlassen, deren Ziele ökonomischer Natur sind (womit nichts gegen die Wirtschaft im allgemeinen gesagt sein soll).
 
 
23. Oktober 2008
Baumeister wird man, indem man baut
Kategorien: Erziehung | Besinnliches

Tüchtigkeit erlangt man, indem man häufig entsprechend handelt. Das gilt für handwerkliches und künstlerisches Können ebenso wie für moralische Tüchtigkeiten. Schon Aristoteles dachte darüber nach. Dessen Erkenntnisse:
»Denn was man erst lernen muß, bevor man es ausführen kann, das lernt man, indem man es ausführt: Baumeister wird man, indem man baut, und Khitarakünstler, indem man das Instrument spielt. So werden wir auch gerecht, indem wir gerecht handeln, besonnen, indem wir besonnen, und tapfer, indem wir tapfer handeln. … Ohne solches Handeln hat niemand auch nur die leiseste Aussicht, jemals ein sittlich wertvoller Mensch zu werden.«

aus: Wolfgang Brezinka, Tüchtigkeit. Analyse und Bewertung eines Erziehungszieles. Verlag Ernst Reinhardt, Seite 32

Siehe dazu auch hier»»

 
18. Oktober 2008
Fernsehen beeinträchtigt Gedächtnis
Kategorien: Schule | Erziehung

Wir beklagen die kindlichen Konzentrationsstörungen und übersehen dabei gern, dass die notwendige Voraussetzung für geistige Sammlung und Merkfähigkeit heute alles andere als günstig ist. Wenn ein Topf löchrig ist, läuft eingefülltes Wasser wieder heraus. Daran ist nichts zu ändern, es sei denn, wir stopften die Löcher zu. Auf den Mangel an Konzentration angewendet bedeutet dies, dass sich die Bedingungen des täglichen Lebens ändern müssen. Bildlich gesprochen: wir müssen die »Löcher« stopfen. Einige der Löcher reißen die modernen Medien, allen voran das Fernsehen. Und wenn es uns noch soviel Überdruss bereitet: Fernsehen nach dem Lernen oder vor dem Schlafengehen stört die Gedächtnisleistung in bezug auf das Gelernte. Die passiv aufgenommenen Bilder überlagern die aktiven Gehirntätigkeiten und löschen alles, was neu ist und noch nicht verankert im Langzeitgedächtnis. 
Günstiger wäre es, nach dem Lernen zu schlafen, siehe unser Beitrag zum Mittagsschlaf. Und noch etwas spricht gegen das Fernsehen bis tief in die Nacht hinein: Kinder bedürfen, mehr noch als Erwachsene, einer regelmäßigen, ihrem Alter entsprechenden Nachtruhe. Schlafmangel beeinträchtigt die geistige und seelische Entwicklung.

 Verena Katerle
 
13. Oktober 2008
Mittagsschlaf nützt dem Gedächtnis
Kategorie: Gesundheit

Erst im Schlaf prägt sich das neu Gelernte ins Langzeitgedächtnis ein. Der Mittagsschlaf ist zu diesem Zweck ebensogut geeignet wie der Nachtschlaf. Mehrere Studien belegen nun die Richtigkeit dieser Annahme. Versuchspersonen sollten sich Begriffe oder Fingerübungen merken. Nach 45 bis 90 Minuten Schlaf war die Erinnerung deutlich besser als ohne. Welche Vorgänge im Gehirn für die Wirkung des Schlafes auf das Langzeitgedächtnis verantwortlich sind, ist noch unklar. Doch müssen wir das wissen, um praktische Schlussfolgerungen daraus zu ziehen? Also: machen Sie auch künftig getrost Ihr Nickerchen nach dem Mittagessen!

Nach einer Kurzmeldung aus »NATURARZT« Nr. 8, August 2008
 
08. Oktober 2008
Computer und Lernen
Kategorie: Schule

Man kann sehr leicht den geübten Umgang mit Computern mit Intelligenz verwechseln, aber ein Computerprofi zu sein heißt noch lange nicht, dass man klug ist. Und wenn man von Computern nichts versteht, heißt das noch lange nicht, dass man dumm ist. 

Clifford Stoll:

 

„Die Computer verleiten Schüler dazu, optisch aufregende Multimedia-Projekte anzugehen – um den Preis, schriftliche oder gar handschriftliche Darstellungen ganz zu verlernen. Wenn es einem Achtklässler gelingt, eine ausgefeilte Graphik in seine Arbeit zu montieren, so heißt das nicht, dass er etwas gelernt hat. Genauso wenig beweist ein aus dem Internet heruntergeladener Bericht, dass der Schüler irgendetwas von dessen Inhalt erstanden hat.“ 

Computer verleiten dazu, die Präsentation selbst für wichtiger zu halten als den Inhalt eines Vortrages. Damit verstärken sie die überall spürbare Tendenz zum Verpackungsschwindel: Die Fassaden werden immer grandioser, dahinter aber gähnt oft das Nichts.

 Clifford Stoll:

„Für fast alle Arbeiten an den höheren Schulen – und sicher für alle Arbeiten an den Grundschulen – ist die Suche nach Material im Internet nicht nur unnötig, sondern schadet sogar. Ich würde lieber die Arbeit eines Sechstklässlers über Schmetterlinge lesen, nachdem er Pfauenaugen über einer Sommerwiese beobachtet hat, als eine Multimedia-Show aus dem Internet mit den neuesten Forschungsergebnissen anschauen zu müssen.“ 

Benötigen Kinder in der Schule den Computer, damit sie auf die Arbeitswelt vorbereitet werden? Zur Bedienung eines Computers braucht man nicht viel Verstand. Man kann sich das nötige Wissen rasch aneignen.

 Clifford Stoll:

„Heute können fast alle Büroangestellten mit Textverarbeitungen umgehen. Die meisten haben es erst spät gelernt, lange nachdem sie achtzehn waren. Nun gibt es Dinge, die für ein Kind ganz leicht zu lernen sind, für Erwachsene aber fast gar nicht mehr: Sprachen zum Beispiel. Je früher man damit beginnt, umso fließender wird man sprechen können. Dasselbe gilt für das Spielen von Musikinstrumenten, für das Halten von Reden oder für Gymnastik. Viele wären glücklich, wenn sie schon als Kind ein Musikinstrument oder Sprachen hätten lernen können. Ich habe aber noch nie von jemand gehört, der sich darüber beklagt hätte, als Kind zu wenig mit Computern oder Fernsehgeräten zu tun gehabt zu haben.“

Das Zeitfenster fällt zu. Zu viel Zeit wird verschwendet mit Spielereien am Computer, die kein richtiges Lernen sind, sondern bloß Ablenkung und Unterhaltung. Können wir das wollen? Weshalb unterstützen wir es dann?

Verena Katerle 

Clifford Stoll, LogOut, Warum Computer nichts im Klassenzimmer zu suchen haben und andere High-Tech-Ketzereien, S.Fischer Verlag, Ffm 2001

    

    

 
06. Oktober 2008
Wasser trinken
Kategorie: Gesundheit

foto: pixelio

Der Mensch kann verdursten, wenn nicht für ständige Flüssigkeitszufuhr gesorgt ist. Wir nehmen täglich etwa 2 bis 3 Liter Flüssigkeit auf, teils durch die Nahrung, teils durch Flüssigkeiten. Wird dieser Wert dauerhaft unterschritten, so entwickeln sich Symptome der Unterhydrierung mit verschiedenen Krankheitssymptomen. Zuwenig zu trinken ist schädlich, niemand wird dies bestreiten. Diesen Beitrag zu Ende lesen »

 
05. Oktober 2008
Etwas wird hängenbleiben
Kategorie: Aphorismen

Wie sagte Kaiser Tiberius über einen tadelsfreien Senator, den er vernichten wollte: »Bewerft ihn nur tüchtig mit Dreck. Immer wird etwas hängen bleiben!«

 

 
01. Oktober 2008
10 Jahre Volksentscheid gegen die Rechtschreibreform
Kategorie: Schriftkultur

foto: pixelio
Schulkinder machen heute mehr Rechtschreibfehler als noch vor zehn Jahren. Inzwischen belegen Untersuchungen, daß die Rechtschreibreform an dieser Entwicklung nicht unschuldig ist, wie eine aktuelle Studie von Uwe Grund belegt. (Genaueres siehe hier »») Berücksichtigt wurde, daß die ungünstigen Bedingungen eine Rolle spielen, unter denen Kinder heute leben und lernen. Es wird insgesamt weniger geschrieben – und auch weniger gelesen. Überraschend ist das nicht, denn mit dem Aufkommen der Kommunikationsmedien ist die an Bildschirmen aller Art verbrachte Zeitspanne gewachsen – doch der Tag hat nach wie vor 24 Stunden, von denen ein Drittel schlafend verbracht wird. Diesen Beitrag zu Ende lesen »
 
Rechtschreiben lernen in 20 Tagen
Kategorie: Besser lernen
Rechtschreiben lernen in 20 Tagen? Das kann doch nur wieder eine enttäuschende Zauberformel sein, die in der Praxis versagt, oder doch nicht? Na ja, in 20 Tagen kann niemand richtig schreiben lernen, aber deutliche Fortschritte sind schon zu erzielen! Und die machen dann Mut zum Weiterüben. Besonders für jene, die ziemlich entmutigt sind, weil sie schon viele Misserfolge gesammelt haben, ist das Üben in kleinen Schritten ein erfolgversprechender Weg. Diesen Beitrag zu Ende lesen »

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